Kapitel 3

Der Umgang mit feindlichen Angriffen

Die Angst vor Angriffen

Worte Sri Aurobindos

Ja, die feindlichen Kräfte nutzen jede Störung dieser Art [mentale Angst und Sorge vor etwas Schlimmen] aus, denn sie öffnet sozusagen ihrem Wirken einen Durchgang. Man sollte vor ihnen niemals Furcht haben, denn das lässt sie dreist und aggressiv werden. Zudem ruft die Furcht, wie du richtig bemerkt hast, die gefürchtete Sache herbei – sie muss daher ganz und gar hinausgestoßen werden.

Wenn du Angst vor dem Kommen der feindlichen Kräften hast, setzt du dich ihrer Herrschaft aus.

Zu viel über Angriffe nachdenken

Worte Sri Aurobindos

Das Schlimmste für die Sadhana ist, wenn du in einen morbiden Zustand gerätst und immer an „niedere Kräfte und Attacken“ denkst. Wenn die Sadhana für eine Weile zum Stillstand gekommen ist, dann lass es dabei bewenden, bleibe ruhig, tue gewöhnliche Dinge, ruhe dich aus, wenn Ruhe nötig ist – warte, bis das physische Bewusstsein bereit ist. Meine eigene Sadhana, als sie weit fortgeschrittener war als deine, pflegte für ein halbes Jahr zum Stillstand zu kommen. Ego machte nicht viel Aufhebens davon, sondern verhielt mich ruhig, bis die leere oder dumpfe Periode beendet war.

Das stimmt genau. Über seine eigenen Erfahrungen mit anderen zu sprechen trägt dazu bei, dass sich die Macht der Erfahrung vermindert. Auch wenn du zu viel über die feindlichen Mächte nachdenkst, wirst du ihre Atmosphäre heraufbeschwören. Wenn sie kommen, hat man sie als solche zu erkennen und zurückzuweisen; aber viel über sie nachzudenken, sie zu fürchten, sie zu erwarten oder nach ihnen Ausschau zu halten ist falsch.

Die feindlichen Suggestionen müssen mit Desinteresse und Gleichgültigkeit betrachtet werden. Das hebt die Notwendigkeit eines ständigen Kampfes auf, der als solcher eine Form von Interesse ist, und entmutigt diese Suggestionen.

Es ist besser, sich wegen der feindlichen Kräfte nicht zu beunruhigen. Bewahre ein starkes und aufrichtiges Streben, rufe das Göttliche zur Unterstützung für jede Sache und in jedem Augenblick herbei, und halte dich in all deinen Empfindungen uns gegenüber offen. Das ist der einfachste Weg zum Göttlichen. Wenn du anfängst, dich mit den feindlichen Kräften zu befassen, wird das den Pfad nur erschweren.

Entmutigung angesichts der Angriffe

Worte Sri Aurobindos

Diese Attacken sollten dich nicht entmutigen. Es gibt immer Augenblicke, wenigstens solange die volle Grundlage im Physischen noch nicht geschaffen ist, in denen die alten Bewegungen wieder aufzuleben scheinen. Solange es sich aber nur um den Ansturm einer äußeren Kraft handelt, die das Unterbewusstsein vorübergehend aufwühlt, hat es keineswegs die Bedeutung, dass kein Fortschritt zu verzeichnen sei. Wir haben es mit der ganzen Vielfalt des menschlichen Bewusstseins zu tun, sowohl in seinen verborgenen Teilen als auch an der Oberfläche – und es gibt Ebenen um Ebenen des Bewusstseins, in denen alte Reaktionen lauern können; doch jeder Sieg lässt die Kontrolle stärker werden und bringt die volle Läuterung näher.

Du brauchst dich über die Sache nicht aufzuregen; es genügt, wenn du Bewegungen wie diese bemerkst und wachsam bist, damit sie nicht wieder neuen Boden in dir finden. Die Ursache dafür ist wahrscheinlich in deinem Kontakt mit der äußeren Welt zu suchen, wodurch gewisse Möglichkeiten des alten Adam in dir geweckt werden. Wenn ein Absacken oder ein Nachlassen des Bewusstseins stattfindet oder es da und dort schwächer wird, schaltet sich mit all seiner Macht der Feind oder Zensor ein, der immer Ausschau hält nach jedem schwachen Punkt, der deinem eigenen Blick verborgen ist; und plötzlich schießt eine falsche Bewegung mit unvermuteter Kraft hoch. Werde bewusst und schließe die Möglichkeit ihrer Erneuerung aus – das ist alles, was zu geschehen hat.

Es ist sicherlich die dem Yoga und der göttlichen Verwirklichung auf Erden feindlich gesinnte Kraft, die in diesem Moment auf dich einwirkt. Es ist die Kraft (eine Kraft und nicht viele), die hier im Ashram ist und von einem zum anderen geht. Bei den einen wie bei X, Y und Z ist es gelungen; andere haben sie von sich abgeworfen und konnten das Licht ihrer Seele befreien; öffnest du dich in diesem Licht für die Nähe und die ständige Gegenwart der Mutter, spürst du, wie sie in ihnen wirkt, und bewegst dich in einem ständigen spirituellen Fortschritt vorwärts. Einige kämpfen noch immer, aber trotz der Bitterkeit des Kampfes konnten sie sich treu an den göttlichen Ruf halten, der sie hierher gebracht hat.

Dass es sich um die gleiche feindliche Kraft handelt, würde sich, auch wenn ihre Präsenz für uns nicht sichtbar und spürbar wäre, daran zeigen, dass die Vorschläge, die sie den Betroffenen macht, immer die gleichen sind. Ihr einziges Hauptzeichen ist immer dieser Impuls, sich vom Ashram, von mir und der Mutter zu entfernen, aus dieser Atmosphäre herauszukommen, und zwar sofort. Denn die Kraft will keine Zeit zum Nachdenken, zum Widerstand, zur rettenden Kraft geben, um zu fühlen und zu handeln. Ihre anderen Zeichen sind Zweifel; tamasische Depression; ein übertriebenes Gefühl der Unreinheit und Untauglichkeit; die Vorstellung, dass die Mutter weit entfernt ist, sich nicht um einen kümmert, nicht das gibt, was sie geben sollte, nicht göttlich ist, mit anderen ähnlichen Suggestionen, die von der Unfähigkeit begleitet sind, ihre Gegenwart oder ihre Hilfe zu spüren; ein Gefühl, dass der Yoga in diesem Leben nicht möglich ist oder nicht getan werden wird; der Wunsch, wegzugehen und etwas in der gewöhnlichen Welt zu tun – die suggerierte Sache selbst variiert je nach dem persönlichen Gemüt. Wenn nicht diese eine unveränderbare feindliche Kraft wirken würde, gäbe es nicht in allen Fällen genau diese Übereinstimmung. In jedem Fall sind es die gleichen Dunkelheiten, die auf die Intelligenz geworfen werden, die gleichen unbewussten Regungen des an die Oberfläche gebrachten Vitals, die gleichen irrationalen Impulse, die zu der besagten Handlung drängen, – Aufbruch, Verzicht auf die Wahrheit der Seele, Verweigerung der Göttlichen Liebe und des Göttlichen Rufes.

Es ist die vitale Krise, die Prüfung, die Feuerprobe für dich wie für die anderen – eine Prüfung und Feuerprobe, die wir jenen, die bei uns sind, gerne ersparen würden, die sie aber durch Beharrlichkeit in einer falschen Bewegungslinie oder durch eine Verfälschung der inneren Haltung auf sich selbst ziehen. Wenn du die Falschheit, die diese Kraft auf den Sadhaka ausübt, gänzlich zurückweist, wenn du dem Licht, das dich hierher berufen hat, treu bleibst, besiegst du und, auch wenn noch ernsthafte Schwierigkeiten bestehen, ist der endgültige Sieg sicher und der göttliche Triumph der Seele über die Unwissenheit und die Dunkelheit.

Diesen Gegen-Kräften wird dann Gelegenheit gegeben, wenn der Sadhak im unabänderlichen Verlauf der Sadhana von der mentalen oder der höheren vitalen Ebene in das physische Bewusstsein herabkommt. Das wird immer begleitet von einem Verblassen der ersten tiefen Erfahrungen und einem Hinabsteigen in die neutrale, dunkle Trägheit, dem Grundgestein der unerlösten physischen Natur. Dorthin müssen das Licht, die Macht, das Ananda des Göttlichen herabkommen, um alles umzuwandeln und alle Dunkelheit und Trägheit für immer zu vertreiben und die leuchtende Energie, das vollendete Licht und die unwandelbare Seligkeit zu errichten. Dort und nicht im Mental oder höheren Vital liegt die ganze Schwierigkeit, dort aber muss auch der Sieg erfochten und die Grundlage einer neuen Welt gelegt werden. Es ist nicht meine Absicht, dir die Schwierigkeit dieser großen und gewaltigen Wandlung zu verhehlen oder die Tatsache, dass möglicherweise eine lange und harte Arbeit vor dir liegt. Bist du aber wirklich nicht willens, dem die Stirn zu bieten und deinen Anteil an der großen Arbeit auf dich zu nehmen? Willst du dieses Unterfangen in seiner ganzen Bedeutung von dir weisen, um einem verrückten, irrationalen Drang nach einer anregenderen Arbeit der Stunde oder des Augenblicks zu folgen, wofür kein echter Ruf in irgendeinem Teil deiner Natur besteht?

Es gibt keinen echten Grund zur Verzweiflung; in allem, was geschehen ist, kann ich keinerlei stichhaltige Begründung dafür erkennen. Die Schwierigkeiten, die du durchmachst, sind nichts im Vergleich mit denen, die andere erfahren und dennoch überwunden haben – andere, die nicht stärker waren als du. Alles was geschah ist, dass durch diese Herabkunft in das physische Bewusstsein die gewöhnliche, äußere menschliche Natur mit ihren elementaren Unvollkommenheiten und unterbewussten, unbefriedigten Impulsen in den Vordergrund getreten ist, und diese sind es, an die sich die feindliche Kraft wendet. Das Mental und höhere Vital haben sich bereits von den Ideen und Illusionen befreit, durch die sie eine Billigung erhielten – einer Illusion der Rechtmäßigkeit und selbst der Würde in ihrer [der Impulse] Befriedigung. Aber ihre Wurzel, der innere irrationale Drang nach Erfüllung, ist noch nicht beseitigt – sie ist zum Beispiel die Ursache für die sexuellen Regungen, die du vor kurzem im Schlaf oder Wachsein hattest. Das war unvermeidlich. Das einzig Notwendige ist, dass dein seelisches Wesen hervortritt und dich dem direkten, wirklichen und immerwährenden Kontakt mit mir und der Mutter öffnet. Bis jetzt hat sich deine Seele durch das Mental, seine Ideale und Begeisterung oder durch das Vital und seine höheren Freuden und Bestrebungen ausgedrückt; das aber ist nicht genug, um die physische Schwierigkeit zu bewältigen und die Materie zu erleuchten und umzuwandeln. Deine Seele selbst, dein seelisches Wesen muss in den Vordergrund treten, vollständig erwachen und die grundlegende Wandlung vollziehen. Das seelische Wesen bedarf nicht der Unterstützung durch intellektuelle Ideen oder äußere Zeichen und Hilfen. Nur es allein kann dir die direkte Empfindung des Göttlichen vermitteln, die fortwährende Nähe, die innere Unterstützung und Hilfe. Du wirst dann nicht länger der Meinung sein, dass die Mutter dir fern sei, oder irgendeinen weiteren Zweifel an der Verwirklichung haben; denn das Mental denkt und das Vital begehrt, aber die Seele fühlt und erkennt das Göttliche.

Weise diese Regungen von Zweifel und Niedergeschlagenheit und all das übrige zurück – sie gehören nicht zu deiner wahren und höheren Natur. Weise diese Suggestionen der Unfähigkeit, Untauglichkeit und all diese irrationalen Bewegungen einer fremden Kraft zurück. Bleibe dem Licht deiner Seele treu, selbst wenn es von Wolken verhüllt ist. Meine Hilfe und die der Mutter werden im Hintergrund wirken selbst in Augenblicken, in denen du sie nicht fühlen kannst. Das einzige Erfordernis für dich und alle ist, sogar in der Finsternis der dunklen Mächte des physischen Bewusstseins deiner Seele gegenüber unbeirrbar treu zu sein und dich des Göttlichen Rufes zu erinnern.

Sei treu, und du wirst siegen.

Zurückweisung von Angriffen

Worte Sri Aurobindos

Die feindlichen Kräfte attackieren deshalb, weil sie in der Vergangenheit freies Spiel hatten – daher wollen sie ihre Tätigkeit erneuern und fortsetzen. Die Art und Weise, ihnen zu begegnen, besteht in einer vollen Zurückweisung und in der Hinwendung zum Göttlichen.

Es genügt, wenn du mit der Kraft in Verbindung bleibst und jede heftige Attacke von Verworrenheit zurückweist. Das Übrige wird durch die Kraft selbst geschehen – denn niemand ist wirklich stark genug, um sich selbst zu wandeln – es geschieht durch die Göttliche Kraft, die herabgerufen wird.

Dieser Zustand, der dich überkommen und von dir Besitz ergreifen will, gehört nicht zu deinem wahren Selbst, sondern ist ein fremder Einfluss. Ihm nachzugeben und Ausdruck zu verleihen hätte daher nichts mit Aufrichtigkeit zu tun, sondern würde etwas ausdrücken, das deinem wahren Wesen fremd ist – etwas, das dir immer fremder wird, je mehr du fortschreitest. Weise ihn stets zurück, wenn er sich einstellt, selbst wenn du fühlst, dass seine Berührung stark ist; öffne dich der Mutter in deinem Mental und deiner Seele, bewahre deinen Willen und Glauben, und du wirst sehen, dass der Einfluss zurückweicht. Und selbst wenn er beharrlich wiederkehrt, dann wende dich ebenso beharrlich und noch beharrlicher dagegen und sei standhaft in der Zurückweisung – das wird ihn entmutigen, und er wird sich erschöpfen; schließlich wird er nur noch schwach sein, ein Schatten seiner selbst, und aufhören zu bestehen.

Sei deinem wahren Selbst gegenüber immer treu – das ist die wahre Aufrichtigkeit. Harre aus und siege!

Du solltest erkennen, dass diese Dinge Attacken sind, die von einer feindlichen Kraft herrühren und auf die deine Natur aufgrund ihres vitalen Begehrens und Egos reagierte – was du Selbstsucht nennst. Wenn sie sich einstellt, musst du begreifen, dass es sich um eine Attacke handelt, und sie zurückweisen, statt sie anzunehmen – und um hierzu fähig zu sein, hast du Begehren und Selbstsucht in dir stets zu missbilligen sowie alles, was daraus entsteht, wie Eifersucht, Ansprüche, Ärger usw. Es hat keinen Sinn einzuwenden, dass es gute Gründe dafür gibt, wenn sich diese Dinge einstellen; selbst wenn alle von dir vorgebrachten Gründe wahr wären, würde es die Tatsache nicht rechtfertigen, dass du ihnen nachgegeben hast – denn in einem Sadhak lässt sich das durch nichts rechtfertigen. Es ist nicht notwendig, dass du es verstehst, denn es gilt nur eines zu verstehen: Begehren, Selbstsucht, Eifersucht, Forderungen, Ärger haben im spirituellen Leben keinen Platz – ob zu Recht oder zu Unrecht.

Wenn du dich daran hältst, wozu du dich entschlossen hast, wird alles in Ordnung gehen – und das rechte Wissen wird kommen, nicht über das Mental mit seinen Argumenten, sondern über die Seele mit ihrer wahren Schau der Dinge.

Die ursprünglichen Wurzeln all dieser Schwierigkeiten liegen natürlich im Vital mit seinen Erwartungen aller Art. Wenn man sich von ihnen befreien will, widersetzt sich das Vital und ist nicht willens, sich davon zu trennen; das aber würde an sich nichts anderes bedeuten als eine Arbeit der Wandlung, Anpassung, Neuordnung, die Zeit beanspruchen mag, aber keine ernsthaften Konflikte und Umwälzungen auslöst. Denn wenn einmal das Mental und der innere Wille gereift sind, von diesen Bewegungen frei zu sein, würde sich auch der Wille des höheren Vitals anschließen; das Übrige aber, das einer Wandlung gegenüber hartnäckiger ist, weil es sich um gewohnheitsmäßige Bewegungen handelt, die im Unterbewussten wurzeln und nicht von der Vernunft oder dem Wissen gelenkt werden, wäre nicht fähig, dauernd oder heftig dem Druck des höheren Willens im Wesen zu widerstehen. Seine Kraft des Widerstandes würde abnehmen, die gewohnten Reaktionen würden sich erschöpfen oder fortfallen. Doch die anhaltende Dauer der Schwierigkeit und ihre Heftigkeit rühren von der Tatsache her, dass es Kräfte in der Natur gibt – nicht persönliche oder individuelle, sondern universale –, die sich von diesen Bewegungen nähren und mit ihrer Hilfe lange Zeit hindurch die individuelle Natur beherrscht haben. Sie wollen ihre Herrschaft nicht aufgeben; und wenn diese Bewegungen hinausgestoßen werden, werfen sie sie in starken Wellen oder mit großer Heftigkeit auf den Sadhak zurück. Oder sie lösen im Vital tiefe Niedergeschlagenheit, Entmutigung und Verzweiflung aus – das ist ihre bevorzugte Waffe –, weil es seinen einstigen Begierdenbereich verloren und noch nichts Sicheres, das ihn ersetzen würde, dafür erhalten hat – die gefestigte und anhaltende seelische und spirituelle Verfassung oder Erfahrung, die zu verhindern das ganze Anliegen dieser Kräfte ist. Daher schaffen sie diesen Aufruhr, und das Vital erlaubt es ihnen, weil es seine alte Gewohnheit ist, auf die niederen Kräfte zu reagieren. Gleichzeitig flößen sie dem Mental Suggestionen ein, damit auch es die Störung, Entmutigung und Niedergeschlagenheit akzeptiere. Das meinte ich damit, als ich sagte, dass dies Attacken von außen seien, die zurückgewiesen werden müssten. Wenn sie nicht ganz zurückgewiesen werden können, muss man dennoch versuchen, mit einem Teil des Mentals bewusst zu bleiben, der sich weigern wird, die Suggestionen zuzulassen oder an der Depression und dem Kummer teilzuhaben – der entschlossen sagt: „Ich weiß, was das ist, und weiß, dass es vorübergeht; ich kann meinen Weg zum Ziel wieder aufnehmen, und nichts kann mich daran hindern, es zu erreichen, da der Wille meiner Seele darauf gerichtet ist und es immer sein wird“. Diesen Punkt, an dem du das immer sagen kannst, musst du erreichen; dann wird die Macht dieser Kräfte abnehmen und dahinschwinden. Unsere Kraft ist mir dir und wird nicht nachlassen, dir zu helfen und dich zu stärken. Die Suggestion, dass wir gleichgültig seien, hat offensichtlich keinen anderen Zweck, als die Depression zu unterstützen und zu nähren. So solltest du es betrachten, und es nicht als etwas Wahres oder als deine eigenen Gedanken anerkennen; denn es kann keinesfalls wahr sein. Dein Erfolg, den Frieden und das Licht zu erreichen, ist ebenfalls unser Anliegen, wie es das deine ist – und sogar noch mehr.

In deinem Brief schreibst du, dass du sehr müde seist, dass Rastlosigkeit und Tamas im Physischen vorherrschen würden, dass fortwährend ein mehr oder weniger intensiver Kampf stattfände zwischen dem seelischen Wesen und der physischen Natur. Nun, genau das war dein Zustand in den letzten Monaten hier. Dann wolltest du abreisen, weil der Druck der Yoga-Kraft zu groß war, weil der Kampf mit der rastlosen und tamasischen Natur und dem asurischen Einfluss zu hart war und kein Ende nahm, weil du dich sehr müde fühltest und das Bedürfnis hattest fortzugehen, um auszuruhen, eine Atempause einzulegen und dich zu erholen.

Und nun willst du in dem gleichen Zustand zurückkommen? Der Druck wird noch größer sein als zuvor und der Kampf andauern; aller Wahrscheinlichkeit nach wirst du noch müder und deprimierter sein als du warst. Dabei wird dies für dich schwerer zu ertragen sein, weil deine persönliche Stellung hier eine gänzlich andere wäre. Du wirst keinen besonderen Aufenthaltsort haben, keine dir übertragene Autorität, keine dir anvertraute Arbeit; du wirst der Mutter nicht nahe sein, sondern ihr fern, zusammen mit den anderen. Keine Nachsicht wird deiner asurischen Natur gegenüber eingeräumt werden, die ein unerträgliches Hemmnis für die Arbeit, dich selbst und für andere gefährlich geworden war. Es liegt auf der Hand, dass du die Bedingungen unzumutbar finden würdest, es sei denn, du hättest dich in der Zwischenzeit einer grundlegenden Wandlung unterzogen. Deshalb darfst du nicht darum bitten herzukommen, solange du nicht eine dauerhafte Ruhe, einen dauerhaften Frieden sowohl in dir als auch in deiner äußeren Atmosphäre errichtet hast.

Wo immer du auch bist, wir werden stets deinem seelischen Wesen nahe und bereit sein, ihm zum Sieg zu verhelfen. So wie jetzt die Dinge um dich stehen, wirkt diese Hilfe vermutlich besser aus der Entfernung als aus der Nähe, wo du sie in jedem Augenblick durch deine falschen inneren Bewegungen und Reaktionen, dein falsches Reden und Handeln zurückweisen würdest. Um aber von unserer Hilfe zu profitieren, wirst du dich zu etwas entscheiden müssen, wozu du noch niemals wirklich fähig warst, mindestens in deinem äußeren Wesen. Du wirst dich in deiner physischen Natur selbst vom Asura und seinen Wegen entschlossen abzukehren haben und dich weigern müssen, ihm unter irgendeinem Vorwand im Denken, Fühlen, Sprechen oder Handeln nachzugeben, was ihm dazu verhelfen würde, weiterhin deine Instrumente zu besitzen und deine Haltung und Handlungsweise zu bestimmen oder zu beeinflussen. Ruhig zu werden und diese hartnäckige und geduldige Zurückweisung mit unserer Hilfe ruhig und einfach aufrechtzuerhalten, ohne rajasischen Kampf, aufrichtig und wirklich und in jeder Einzelheit, nicht bloß in Wunsch und Idee – das ist das Gebot der Stunde. Gespalten zu sein, in dem einen Teil deines Wesens zu streben und mit dem anderen Teil den falschen Bewegungen nachzugeben, sie zu rechtfertigen und zu hegen, kann nur zu endlosem Kampf und endloser Müdigkeit führen. Nur durch diese Wende und Wandlung werden Ringen und Müdigkeit aufhören und wird die Reinheit kommen.

Loslösung

Worte Sri Aurobindos

Ja, das Problem, dass etwas in der menschlichen Natur der Attacke eine Angriffsfläche bietet, besteht immer. Dieses Etwas gibt entweder der Attacke nach oder genießt sie sogar oder es ist, selbst wenn es davon frei sein will, viel zu sehr daran gewöhnt, die alten Gefühle, Gedanken und Suggestionen anzunehmen und auf sie zu reagieren – es hat noch nicht gelernt, wie man nicht darauf reagiert. Für das mentale Wesen ist das wichtigste zurückzutreten, die Annahme zu verweigern, zu sagen: „Damit habe ich nichts mehr zu tun“. Dann kann, selbst wenn das vitale Wesen auf die Attacke reagiert, ein Teil der Natur frei bleiben, sie beobachten und missbilligen. Die nächste Sache für diesen freien Teil ist, den gleichen Willen der Loslösung dem Vital aufzuerlegen, so dass nach einiger Zeit auch dieses fühlt, dass, wenn die Attacke sich einstellt, sie etwas Fremdes ist und nichts mit ihm zu tun hat – so als hätte ein Fremder den Raum betreten und versucht, seine Anschauungen oder seinen Willen den Anwesenden aufzudrängen, Hernach wird es einfacher sein, sich ganz davon zu befreien. Natürlich wirkt die Kraft der Mutter, aber diese Zustimmung des Mentals und Vitals führt zu einem raschen und leicht zu erzielenden Ergebnis; im anderen Fall dauert es lange Zeit und kostet mehr Mühe und Kampf.

Beständigkeit und Ausdauer

Worte Sri Aurobindos

Es wäre ganz falsch, dich von den feindlichen Kräften überwältigen zu lassen. Wenn du in dir selbst standhaft bleibst, kannst du die Attacke zurückweisen, oder sie wird sich selbst erschöpfen und vorübergehen. Unter solchen Umständen musst du wie ein Felsen sein, der von einer stürmischen See bedrängt wird, aber niemals untergeht.

Die niederen Kräfte hoffen, dich durch Beharrlichkeit zu erschöpfen oder durch reine Hartnäckigkeit in dich eindringen zu können – oder zumindest die Verwirklichung durch ihre Attacken zu verzögern. Das ist stets ihre Methode. Wenn sie den Glauben, den Frieden und die samata erschüttern können, halten sie sich für reichlich entschädigt.

Friede und Reinheit

Worte Sri Aurobindos

Wenn du sogar während dieser Attacken den Teil in dir fühlen kannst, in dem fortwährend Friede herrscht, selbst inmitten von Schmerz und Finsternis, und wenn du das immer bewahren kannst, dann ist dies ein großer Gewinn. Dieses Etwas in dir, welches dies nicht immer fühlt, das unentschieden auf halbem Weg bleibt, muss ebenfalls den Schritt der vollen Hingabe vollziehen. Es ist nur ein Teil deines physischen Mentals, der nicht versteht, der immer wieder für die alten Ideen offen ist – er muss umgewandelt werden. Schwäche und Unfähigkeit spielen keine Rolle, denn wenn der volle Friede und die volle Macht im Physischen herrschen, werden sie verschwinden. Die neue Geburt in dir wird mit Sicherheit stattfinden – die erwachte Seele ist damit zum ersten Mal bereits in Berührung gekommen, das übrige wird zwangsläufig folgen.

Vitale Reinheit ist notwendig; es ist aber nicht leicht, sie gegenüber Attacken zu schützen, wenn nicht die Weite vorhanden ist sowie eine solide spirituelle Reinheit und ein Friede, die in diese Weit herabkommen. Natürlich Weite allein genügt nicht.

Glaube und Hingabe

Worte Sri Aurobindos

Wenn Glaube und Hingabe in allen Teilen des Wesens vollkommen sind, ist eine Attacke ausgeschlossen. Bei einem starken zentralen Glauben und der Hingabe in jedem Augenblick können zwar Attacken stattfinden, doch haben sie keine Aussicht auf Erfolg.

Es gibt keine Sadhaks, die niemals durch falsche Kräfte angegriffen wurden – doch wenn man den vollen Glauben hat und sich selbst zu weihen vermag, kann man die Attacke ohne allzu große Schwierigkeit abschütteln.

Es sind Menschen mit einer hohen sattwischen Natur, die der Invasion oder den Attacken der feindlichen Kräfte im Mental und im Vital entgehen, besonders wenn ihre Hingabe gegenüber der Mutter sehr stark ist. Das heißt nicht, dass sie den Schwierigkeiten der niederen menschlichen Natur oder der Sadhana entgehen, doch werden diese Schwierigkeiten nicht durch die wirksame Unterstützung seitens der feindlichen Kräfte verstärkt. Nicht dass sie ihnen keinen Angriffspunkt bieten würden, auf den diese einen Druck ausüben könnten, doch können sie diesen Punkt nicht voll erreichen, weil die Natur in ihrem Aufbau durch den großen Anteil von prakasa [Licht] und sukha [Glücklichsein], welches das Sattwische mit sich bringt, ihnen gegenüber gewappnet ist. Auch besteht eine innere Klarheit, Ausgeglichenheit, eine glückliche Synthese im Wesen, welches das Sonnenlicht mühelos reflektiert und durch das Aufkommen von Wolken und Sturm kaum berührt wird, wodurch die feindlichen Kräfte ihre Möglichkeiten einbüßen. Die sattwische Natur weist es zurück, sich heftig aufwühlen, beunruhigen oder erregen zu lassen. Die Gegner können höchstens den Körper attackieren, und selbst dann kann bei einem ruhigen Nervenwesen der Angriff nur über das rein Stoffliche erfolgen.

Seelische Offenheit

Worte Sri Aurobindos

Wenn sich durch die Konzentration im Herzen die Angriffe der feindlichen Kräfte abschwächen (oder weniger häufig werden), hast du diese Konzentration fortzusetzen, bis du fähig bist, Kopf und Herz zu verbinden, das seelische mit dem höheren Bewusstsein. Davon hängt alles ab. Die Seele muss stark genug sein, um das Vital und das Physische zu zwingen, sich dem Göttlichen hinzugeben; oder das höhere Bewusstsein muss auf eine Weise herabkommen und alles in Beschlag nehmen, dass die alten Bewegungen höchstens noch die Oberfläche berühren, aber nicht mehr eindringen oder die innere Ruhe antasten können; oder beides zusammen, das seelische und das höhere Bewusstsein müssen das ganze Wesen einnehmen. Das sind die drei Möglichkeiten für den Yoga. Wenn die Konzentration im Herzen, also das Erwachen der Seele das wirksamste Mittel gegen die Attacken ist, dann musst du dieser Methode folgen.

Es gibt zwei Dinge, die es den feindlichen Kräften unmöglich machen, auch nur vorübergehend mit einem Angriff auf das Mental oder Vital Erfolg zu haben: erstens, eine uneingeschränkte Liebe, Weihung und volles Vertrauen, die durch nichts erschüttert werden können; zweitens, Ruhe und Gleichmut im Vital und im Mental, die zu einem grundlegenden Wesenszug der inneren Natur geworden sind. Suggestionen können sich dann noch einstellen, äußerliche Dinge können schief gehen, aber das Wesen bleibt ungefährdet. Jedes einzelne der beiden Dinge reicht aus, und in dem Maß, in dem sie zunehmen, nimmt die Existenz der feindlichen Kräfte als ein Phänomen des inneren Lebens ab, obwohl sie in der äußeren Atmosphäre noch weiterbestehen können.

Vertrauen auf die Macht oder die Kraft

Worte Sri Aurobindos

Was den Kontakt mit der Welt und den feindlichen Kräften anbelangt, so ist dies natürlich immer eine der Hauptschwierigkeiten des Sadhaks, doch die Welt und die feindlichen Kräfte umzuwandeln, wäre eine zu große Aufgabe und die persönliche Umwandlung kann darauf nicht warten. Man hat zu lernen, in der Macht zu leben, so dass diese Dinge, diese beunruhigenden Elemente nicht eindringen können, oder aber, wenn sie eindringen, nicht zu stören vermögen; man hat weiterhin zu lernen, durch diese Macht derart geläutert und gestärkt zu sein, dass keine Reaktion mehr auf etwas Feindliches in einem stattfindet. Wenn eine schützende Hülle vorhanden ist, wenn die innere, läuternde Herabkunft kommt und als deren Ergebnis eine Festigung des höheren Bewusstseins im inneren Wesen und wenn dies schließlich selbst in den ganz äußeren, tätigen Teilen das alte unwissende Bewusstsein ersetzt, dann zählen die Welt und die feindlichen Kräfte nicht länger – zumindest nicht für die eigene Seele; es bleibt noch die größere Arbeit der nichtpersönlichen Art, in der man sich natürlich noch mit ihnen auseinandersetzen muss – dieser aber gilt im augenblicklichen Stadium nicht unser Hauptaugenmerk.

Ja, die Göttliche Macht mit ihrer Hilfe und ihrem Wirken ist immer bei dir und wird es immer sein. Während der stärksten Attacken und dunkelsten Stunden war sie verhüllt und verborgen, aber niemals abwesend oder fern und wird es niemals sein.

Üble Kräfte können in Augenblicken der Unbewusstheit oder Halbbewusstheit immer angreifen, oder auch über das Unterbewusste oder äußere Physische – solange nicht alles supramental umgewandelt ist. Nur durch die Yoga-Kraft können sie sofort zurückgestoßen werden.

Vertrauen in die Mutter

Worte Sri Aurobindos

Wenn ein Kampf stattfindet oder ein Widerstand besteht, mag das Rufen nach der Mutter oder das Denken an sie nicht sogleich zum Erfolg führen; selbst der Wille, sich von der Attacke oder dem Widerstand zu befreien, braucht nicht sofort erfolgreich zu sein; dennoch muss man durchhalten, bis das Ergebnis sich einstellt – und wenn man durchhält, muss das Ergebnis zwangsläufig kommen.

Man sieht die negative Seite nur während der Attacken, denn das erste, was die Attacken oder der Widerstand versuchen, ist, die Intelligenz des Mentals zu trüben. Wenn das nicht möglich ist, ist es schwierig, dass sie auch nur zeitweilig die Oberhand gewinnen. Denn wenn das Mental wachsam ist und sich an die Wahrheit hält, bietet lediglich das Vital der Attacke eine Angriffsfläche; obwohl das schmerzhaft genug sein kann, wirkt doch die richtige Haltung des Mentals wie ein Korrektiv, wodurch es leichter wird, das Gleichgewicht wiederzugewinnen, und die wahre Verfassung des Vitals kehrt rascher zurück. Wenn das Vital sein Gleichgewicht bewahrt, kann die Attacke das physische Bewusstsein lediglich durch Suggestionen beeinträchtigen, sie wirkt mehr an der Oberfläche und vermag lediglich eine zeitweilige Rastlosigkeit, ein Unbehagen oder eine Unpässlichkeit im Körper auszulösen – das übrige Bewusstsein bleibt unberührt. Es ist daher sehr wichtig, sich daran zu gewöhnen, die richtige mentale Einstellung beizubehalten, selbst inmitten einer Attacke, wie stark sie auch sei. Den Glauben zu bewahren, ist hierfür die beste Hilfe – den Glauben, dass das Göttliche immer gegenwärtig ist, dass ich zu Ihm gelangen werde, wie groß die Prüfungen auch sein mögen. Das lässt dich auch andere Dinge im wahren Licht sehen.

Mit tamasischem Ego ist das Ego der Schwäche gemeint, der Selbstverachtung, der Verzweiflung, des Unglaubens. Das rajasische Ego ist durch Stolz und Eigendünkel aufgebläht oder setzt sich ständig oder wo immer es kann hartnäckig durch; das tamasische Ego hingegen hat immer das Gefühl: „Ich bin schwach, ich bin elend, ich bin machtlos, ich werde vom Göttlichen weder geliebt, noch bin ich von ihm auserwählt, ich bin so schlecht und unfähig – was kann das Göttliche für mich tun?“ Oder auch: „Ich bin in besonderem Maß für Unglück und Leiden ausersehen; jeder andere wird mir vorgezogen, alle machen Fortschritte, nur ich bleibe zurück; alles lässt mich im Stich, vor mir liegt nichts als Flucht, Tod oder Verhängnis“, usw. usw., oder etwas von allem oder alles zusammen gemischt. Manchmal vermengen sich der rajasische und tamasische ahankar miteinander und unterstützen sich gegenseitig auf subtile Weise. In beiden Fällen ist es das „Ich“, das ein Spektakel veranstaltet und die wahre Schau trübt. Die wahre spirituelle oder seelische Schau ist diese: „Was immer auch geschehen mag, meine Seele ist ein Kind des Göttlichen und muss das Göttliche früher oder später erreichen. Ego bin unvollkommen, suche aber die Vollendung des Göttlichen in mir – das aber wird nicht durch mich, sondern durch die Göttliche Gnade zuwege gebracht; wenn ich mich an das halte, wird die Göttliche Gnade selbst alles tun“. Das „Ego“ muss den ihm angemessenen Platz einnehmen, als ein kleiner Teil, ein kleines Instrument des Göttlichen, etwas, das ohne das Göttliche nichts ist, aber mit der Gnade all das sein kann, was das Göttliche will, dass es sei.

Die Hilfe der Mutter ist immer gegenwärtig, du bist dir dessen nur nicht bewusst, außer wenn die Seele aktiv und das Bewusstsein nicht umwölkt ist. Wenn Suggestionen auftreten, ist das kein Beweis dafür, dass die Hilfe nicht vorhanden ist. Alle Sadhaks sind Suggestionen ausgeliefert, selbst die größten Sadhaks oder die Avatare – wie es bei Buddha oder Christus der Fall war. Hindernisse sind vorhanden, sie sind ein Teil der Natur und müssen überwunden werden. Was erreicht werden muss, ist, nicht diese Suggestionen zu akzeptieren, sie nicht als die Wahrheit oder die eigenen Gedanken anzuerkennen, sondern sie als das zu sehen, was sie sind, und sich von ihnen getrennt zu halten. Hindernisse müssen als etwas Falsches im Mechanismus der menschlichen Natur betrachtet werden, was geändert werden muss, und nicht als Sünden und Fehltritte, die einen an sich selbst und der Sadhana verzweifeln lassen.

Du fragst, ob die feindliche Kraft stärker sei als die Göttliche Kraft. Die Folgerung deiner Frage ist, dass der Mensch für sein Tun nicht zur Rechenschaft gezogen werden kann, und für alles, was er tut oder wie sehr er auch irrt und folglich strauchelt, die Göttliche Kraft verantwortlich ist. Wenn dem so ist, dann ist es weder nötig noch nützlich, die Sadhana auszuüben. Man braucht nur still dazusitzen und die feindliche Kraft oder die Göttliche Kraft tun zu lassen, was sie will. Dieser Theorie zufolge hatte der Teufel ganz recht, als er zu Christus sagte: „Stürze dich von diesem Berg und lass Seine Engel kommen, damit sie dich auffangen“; und Christus hatte völlig unrecht, als er die Einflüsterung zurückwies und sagte: „Es steht geschrieben, du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen“! Er hätte hinunterspringen sollen, und wenn er zerschmettert worden wäre, hätte das nur bewiesen, dass die feindlichen Kräfte mächtiger wären als die Göttlichen Kräfte.

Wenn eine feindliche Kraft auftritt, darf man sie nicht akzeptieren und ihre Suggestionen willkommen heißen, sondern muss sich der Mutter zuwenden und durch nichts von ihr abwenden lassen. Ob man sich öffnen kann oder nicht, man muss loyal und treu sein. Loyalität und Treue aber sind keine Eigenschaften, wofür man den Yoga auszuüben hat. Es sind einfach Dinge, die jeder Mann und jede Frau, die nach der Wahrheit streben, erreichen sollten.

Das ist es, was jedermann erkennen sollte. Es ist die seelische Treue, welche die Macht bringt, sich gegen den Asura zu stellen, und die den Schutz der Mutter wirksam werden lässt.

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